Anleihen u. Staatsanleihen

Staatsanleihen als Geldanlage. Wer Geld sicher und für längeren Zeitraum anlegen möchte, greift gerne auf Anleihen zurück, die von Staat, Land oder Kommunen aufgelegt werden. Diese wurden lange Jahre gut und sicher verzinst und gelten auch heute, in Zeiten geringer Zinsen und teils hoher Staatsverschuldung als sichere Geldanlage. Dass diese Sicherheit nicht immer der Realität entspricht konnte man in den 80er Jahren an Staatsanleihen aus z.B. Argentinien sehen, die nicht „bedient“, also nicht zurück gezahlt wurden.

Europäische Staaten, die ihre Schulden nicht begleichen konnten, sind ebenfalls bekannt – so mussten z.B. die Eigentümer von griechischen Staatsanleihen deutliche Abschläge auf den Wert der Papiere verkraften.

Anleihen Bonität

Die Rendite, sprich die Zinsen, die Anleihen bieten richten sich auch nach der Bonität des Schuldners. D.h. je wahrscheinlicher es ist, dass der Schuldner seine Zinsen und Tilgungen pünktlich bezahlt, desto geringer ist die jährliche Rendite, desto kleiner aber auch das Risiko für den Anleger.

Anleihen begeben aber nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen. Diese finanzieren auf diesem Weg neue Projekte und Investitionsvorhaben und führen dann in den kommenden Jahren das geliehene Geld inklusive der Zinsen zurück. Der Vorteil für Unternehmen liegt einfach darin, dass sie die finanziellen Mittel nicht bei einer oder mehreren Banken leihen müssen, sondern direkt von Anlegern Geld bekommen, die kein Mitspracherecht für die geliehenen Summen einfordern und im Zweifelsfall auch weniger Zinsen für das Kapital verlangen als dies eine Bank tun würde.

Ob Unternehmensanleihen oder Staaten, ohne ausreichende Bontität ist eine Anleihe immer unsicher, weshalb Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland oftmals bessere Schuldner gelten obwohl sie – anders als Unternehmen – über Jahre hinweg niemals einen positiven Erlös, einen Gewinn erzielt haben.